Landesfinale, wir kommen!

Für eine Gruppe von rund 20 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrerinnen ging es am 26. Januar zum Regionalfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“.

Austragungsort war in diesem Jahr das Goethe-Gymnasium Bischofswerda, vor dem wir direkt von zwei Schülern freundlich empfangen und durch das schier endlos scheinende Schulgebäude hinauf in die beeindruckende Aula geführt wurden. 

Dort wurden wir von dem Schulleiter sowie den Koordinatorinnen begrüßt und in den Ablaufplan des Tages eingewiesen. Kurz darauf folgte das Benennen der Debattierenden sowie deren Entscheidungsfragen und der zu vertretenden Positionen - und nur wenige Augenblicke später fanden sich alle mit größtenteils komplett fremden Debattenpartnern und -partnerinnen in ihren Debatten wieder.

Jugend debattiert ist ein bundesweiter Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie mehr können als nur mitreden. Eine Debatte folgt dabei einem festen Ablauf: Vier Teilnehmende diskutieren eine Streitfrage, jeweils zwei auf der Pro- und zwei auf der Contra-Seite, die sie erst kurz vor der Debatte zugelost bekommen. In festgelegten Redezeiten stellen sie ihre Argumente vor, greifen die Beiträge der anderen auf und entwickeln die Diskussion gemeinsam weiter. Der Wettbewerb läuft über mehrere Runden – von der Schulrunde über Regional- und Landesentscheide bis hin zur Bundesebene. Wer sich in der Schulrunde zum Tag der offenen Tür am 10. Januar durchsetzen und die Jury (ebenfalls ausschließlich Jugendliche) überzeugen konnte, durfte im Regionalwettbewerb gegen die Besten aus Bischofswerda und Hoyerswerda antreten. 

Für unsere Schule nahmen in der Altersgruppe I Dorothea Hentschel, Tessa Schönfelder und Thea Wittig teil. In der AG II vertritten uns Deborah Novakova und Leon Ernst. Neben dem Debattieren kommt auch der Juryleistung eine große Bedeutung zu, denn auch in dieser Runde müssen sich Schülerinnen und Schüler nach klaren Regularien darauf einigen, wer in die nächste Runde soll. Auch wir hatten sehr selbstbewusste und kompetente Jurymitglieder dabei. 

Nach einer bereits intensiven Vorrunde mit zwei Debatten stand fest: Wir gehen mit zwei Schülerinnen ins große Finale. Vor den Augen aller und in der überwältigenden Atmosphäre der Schulaula debattierten Tessa und Thea die Frage: 

Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit KI als Hilfsmittel zugelassen werden?

In der Runde mit zwei Schülerinnen aus Hoyerswerda zeigten sie, dass sie zu Recht hier im Finale sind und mit klugen und reflektierten Aussagen überzeugten sie das Publikum. Wir saßen alle gebannt da und waren beeindruckt von dem, was die beiden da geleistet haben. 

Am Ende entschied sich die unabhängige Jury dafür, dass Tessa als Zweitplatzierte in das Landesfinale nach Dresden im April einzieht und dort an einem dreitägigen Rhetorikseminar teilnehmen kann. Thea belegte einen großartigen dritten Platz.  

Wir als Fachschaft Deutsch bedanken uns ganz herzlich bei allen Jugendlichen, die sich so gewissenhaft auf den Wettbewerb vorbereitet haben, um unsere Schule zu vertreten. Es war ein toller Tag, der einmal mehr gezeigt hat, was in euch steckt und wir freuen uns schon sehr auf das Landesfinale.