„Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ (Victor Klemperer)
Der Schriftsteller Dr. Renatus Deckert (Dresden) liest aus Victor Klemperers Tagebüchern 1933 bis 1945 und gewährt Einblicke in das Alltagsleben während der Judenverfolgung.
Wann? 3. September 2026 um 19.30 Uhr
Wo? im Gäste- und Tagungshaus Komensky in Herrnhut
Eintritt? 5,00 € - Karten können an der Abendkasse vor Ort erworben werden
Vorab vor der öffentlichen Lesung findet am Vormittag des 3. September 2026 eine speziell auf die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut zugeschnittene „Schülerlesung“ statt. Die Teilnehmenden diskutieren hier im Anschluss, welche zeitgenössischen Verbote heute vergleichbare Relevanz haben könnten (z.B. Handy Verbot...).
Weitere Informationen:
https://www.slub-dresden.de/besuchen/veranstaltungen/details/veranstaltung/48375
Wie erlebten die Zeitgenossen die Judenverfolgung? Was konnten sie wissen, sehen, hören? Klemperers Tagebuch beantwortet Fragen wie diese, die von jeder Generation neu gestellt werden. Der von den Nationalsozialisten aus dem Amt geworfene Romanistik-Professor Victor Klemperer (1881–1960) löste mit seinen täglichen Notizen eine selbst gesetzte Chronistenpflicht ein: Er wollte der Geschichtsschreiber der Katastrophe sein und Zeugnis ablegen für die Zeit danach. Tag für Tag hielt er im „Judenhaus“ in Dresden fest, was er beobachtete und erlebte: den täglichen Terror mit Hausdurchsuchungen, Drohungen, ständig neuen Verboten und Schikanen, gelegentlich auch Gesten der Solidarität. Sein Tagebuch ist ein einzigartiges Dokument über den Alltag der Judenverfolgung mitten in einer deutschen Großstadt.
